DFB-Pokal: Bahlinger SC unterliegt dem 1. FC Magdeburg
Der Traum vom Pokal-Coup ist für den Fußball-Oberligisten Bahlinger SC ausgeträumt: Vor 3545 Zuschauern im Kaiserstuhlstadion unterlag der BSC dem Zweitligisten 1. FC Magdeburg in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 0:4. Trotz der klaren Niederlage zeigte die Mannschaft von Trainer Marco Schneider phasenweise ein starkes Gesicht – belohnt wurde der Aufwand am Ende jedoch nicht.
Schon im Vorfeld war klar, dass die Partie gegen den Zweitligisten für Ausnahmezustand am Kaiserstuhl sorgen würde. Der Gästebereich, der im normalen Liga-Betrieb selten an seine Kapazitätsgrenzen stößt, musste eigens vergrößert werden. Die Magdeburger Anhänger reisten in großer Zahl an – die offiziell kommunizierten 800 Fans dürften angesichts des Bildes im und um das Stadion deutlich untertrieben gewesen sein, schließlich hatten die Gäste eine Anreise von über 600 Kilometern hinter sich. Auch Bahlingens Offensivspieler Rico Wehrle zeigte sich von der Kulisse beeindruckt: Eine derart laute und intensive Unterstützung des Gästeblocks habe er in seinen Jahren im Kaiserstuhlstadion so noch nicht erlebt.
Früher Führungstreffer ebnet den Weg
Der Beginn der Partie verlief für den Außenseiter denkbar unglücklich. Bereits in der 5. Minute nutzte Magdeburgs Mateusz Zukowski einen Abwehrfehler eiskalt aus und brachte die Gäste in Führung. Der ohnehin schon schwierige Platz erschwerte den Teams zusätzlich das Kombinationsspiel.
Dennoch ließ sich der Oberligist nicht einschüchtern und erspielte sich gute Gelegenheiten: Zunächst scheiterte Alex Echner nach einer feinen Vorlage von Wehrle nur knapp am Tor der Magdeburger (25. Minute), ehe Wehrle selbst aus kurzer Distanz an FCM-Keeper Dominik Reimann hängen blieb. BSC-Torhüter Dennis Klose zeigte sich mit dem couragierten Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsphase durchaus zufrieden.
Die individuelle Klasse der Magdeburger machte sich jedoch bemerkbar: Falko Michel, gebürtiger Breisacher mit Freiburger SC-Vergangenheit, erhöhte per Kopf auf 2:0 (31. Minute). Kurz vor der Pause setzte Zukowski mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel den Schlusspunkt der ersten Halbzeit zum 3:0 – eine Vorentscheidung, die den Bahlingern kaum noch Hoffnung ließ.

Bahlinger SC mit starker zweiter Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Gastgeber spürbar und war über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Neuzugang Marin Stefotic sorgte gleich mehrfach für Gefahr: In der 48. Minute wurde er kurz vor der Torlinie entscheidend gestört, wenig später reklamierten die Bahlinger Fans vergeblich einen Strafstoß nach einem Zweikampf im Strafraum. Auch ein weiterer Abschlussversuch von Stefotic in der 61. Minute blieb ohne Erfolg.
Trotz der spürbaren Bahlinger Überlegenheit in dieser Phase gelang der große Torerfolg nicht. Stattdessen war es erneut Michel, der in der 77. Minute nach einer Hereingabe von Tobias Müller nur noch einschieben musste und mit seinem zweiten Treffer des Tages den Endstand von 0:4 herstellte.
Sieg im SBFV-Pokal als Trostpflaster
Trotz der Niederlage überwog bei den Bahlinger Spielern nach dem Abpfiff die Freude über die Teilnahme an einem der Höhepunkte im Amateurfußball. Viel Zeit zum Durchatmen blieb indes nicht – am gestrigen Mittwoch folgte der nächste Auftritt: Im südbadischen Verbandspokal ging es für den BSC zum Landesligisten FSV Rheinfelden, wo die Kaiserstühler siegreich mit 2:4 vom Feld gingen. Der nächste Schritt auf dem Weg zum angestrebten dritten Verbandspokalgewinn ist gemacht.
Der 1. FC Magdeburg reist unterdessen wieder in den Liga-Alltag: Am Sonntag empfängt der Zweitligist Holstein Kiel. Die Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde findet am 5. September statt.



