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„Jede findet ihren Platz“: Frauen- und Mädchenfußballstrategie auf Kurs

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In der Woche nach Ostern durfte der Südbadische Fußballverband (SBFV) die Vertreterinnen Saskia Mann und Mara Waltrich des DFB in Südbaden zum „Workshop Evaluieren“ begrüßen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die gemeinsame Auswertung der bisherigen Maßnahmen sowie der bereits erreichten Ziele der Frauen- und Mädchenfußballstrategie „Jede findet ihren Platz“. Die Strategie wurde im Rahmen des DFB-Assist-Programms im Jahr 2024 gemeinsam mit dem DFB entwickelt und wird seither konsequent weitergeführt.

Im Zentrum des Austauschs standen einige Workshops. Ziel war es, die erste Umsetzungsphase der Strategie umfassend zu analysieren und zu reflektieren. Dabei wurden sowohl Fortschritte und Stärken als auch bestehende Herausforderungen systematisch herausgearbeitet. Grundlage bildeten aktuelle Daten, Entwicklungen und Trends sowie die Bewertung der Zielerreichung in den zentralen Handlungsfeldern Qualifizierung, Spielerinnengewinnung, Spielangebote, Gremienarbeit und Kommunikation.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen insgesamt eine erfreuliche Entwicklung. In mehreren Bereichen konnten bereits messbare Fortschritte erzielt werden. So ist unter anderem ein Anstieg der Spielerinnenzahlen sowie eine wachsende Beteiligung von Frauen im Trainerinnenbereich, durch gezielte Angebote wie die kostenfreie Trainerausbildung für Frauen (bis zur C-Lizenz) erkennbar. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere die Umsetzung auf Vereinsebene ein entscheidender Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Erfolg der Strategie bleibt.

Auch einzelne Projekte zeigen den aktuellen Stand der Umsetzung:

Die AG Frauen- und Mädchenfußball hat sich als zentrales Austausch- und Steuerungsgremium etabliert und trägt wesentlich zur Vernetzung und Weiterentwicklung der Themen bei.

Das Leadership-Programm für Frauen im Fußball unterstützt gezielt die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen und stärkt damit nachhaltig die Strukturen im Verband und Vereinen.

Mit dem SBFV-Mädchenmobil wird ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen, um Mädchen frühzeitig für den Fußball zu begeistern. Zusätzlich wird mit diesem Projekt ein Fokus auf die Zusammenarbeit mit Schulen gelegt, was als „Schlüssel“ im Mädchenfußball gilt.

Die Tage des Mädchenfußballs sind ein absolutes Erfolgsprojekt, um neue Spielerinnen zu gewinnen. Die Anzahl der Tage des Mädchenfußballs konnte von Jahr zu Jahr gesteigert werden. Dieses Jahr können 26 Tage des Mädchenfußballs im ganzen Verbandsgebiet unterstützt werden.

Neben den positiven Entwicklungen wurden im Rahmen der Evaluation auch bestehende Herausforderungen deutlich. Dazu zählen unter anderem eine noch nicht flächendeckende Nutzung vorhandener Angebote in den Vereinen, strukturelle Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen sowie eine weiterhin ausbaufähige Basis im Nachwuchsbereich.

Ein besonderer Blick richtet sich bereits auf die UEFA Frauen-Europameisterschaft 2029 im eigenen Land. Dieses Großereignis wird als strategische Chance verstanden, um den Frauen- und Mädchenfußball nachhaltig weiterzuentwickeln, neue Zielgruppen zu erreichen und bestehende Maßnahmen gezielt zu verstärken. Ziel ist es, die mit dem Turnier verbundene Aufmerksamkeit langfristig in nachhaltige Strukturen zu überführen.

Die kommenden Schritte liegen in der konsequenten Weiterführung und Optimierung der Maßnahmen bis 2027 sowie in einer anschließenden Evaluation der Wirkung und möglichen Neuausrichtung der Strategie fest. Der enge Austausch mit dem DFB sowie die enge Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsstrukturen bleiben dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Der Südbadische Fußballverband arbeitet weiter am klaren Leitbild:

Für mehr Mädchen und Frauen im Fußball – damit jede ihren Platz findet.

Der SBFV bedankt sich beim DFB für die Begleitung und Evaluierung der Frauen- und Mädchenfußballstrategie und besonders bei den GästenSaskia Mann und Mara Waltrich