SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg erhält Zukunftspreis
Das Stiftungsbündnis Fußball stiftet Zukunft e.V. hat am Dienstagabend fünf Breitenfußballvereine für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement geehrt. Unter den Preisträgern ist auch ein südbadischer Verein: Der SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg wurde für sein Projekt „Altersübergreifende Jugendmannschaft“ ausgezeichnet.
Das inklusive Team ermöglicht Kindern unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund und körperlichen Voraussetzungen die Teilnahme und Teilhabe am Fußball – bewusst ohne Sonderrolle und ohne Stigmatisierung. Obwohl die Kriterien für eine Inklusionsliga erfüllt wären, bleibt das Team bewusst im „normalen SBFV-Spielbetrieb“. Jedes Kind soll sich als gleichwertiges Mitglied erleben. Fairplay, Mitbestimmung und ein wertschätzender Umgang stehen dabei im Mittelpunkt.
„Der SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg zeigt eindrucksvoll, wie inklusiv und wirksam Initiativen aus dem Breitenfußball sein können. Solche Projekte haben Vorbildcharakter und veranschaulichen, was mit Überzeugung und Tatkraft möglich ist“, so SBFV-Präsident Dr. Reinhold Brandt, der bei der Preisverleihung auf dem DFB-Campus in Frankfurt dabei war und Junioren-Trainer Axel Heim persönlich beglückwünschte.
Neben Blau-Weiß Wiehre wurden noch vier weitere Vereine ausgezeichnet, hier die Preisträger:
- VfR Wellensiek e.V., Projekt „Waldkicker U8 VfR Wellensiek“
- SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss, Projekt „Kinderparlament auf dem Sportplatz“
- SuS Rünthe 08 e.V., Projekt „Trainer - Eltern - Kind“
- Türk Spor Rosenheim e.V., „DenkAnstoß - Wer(t) kickt mit“
- SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg e.V., Projekt „Altersübergreifende Jugendmannschaft“
Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung ging zu gleichen Teilen an die fünf Vereine, die mit innovativem Einsatz soziale oder ökologische Impulsgeber in ihrem lokalen Umfeld sind und damit auch Vorbilder für andere. Der inhaltliche Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den Zukunftsthemen Bewegung, Begegnung und Bildung.
Jury mit bekannten Gesichtern
Die Jury bestand aus den ehemaligen Fußballprofis und Netzwerk-Mitgliedern Renate Lingor (Kuratorium der DFB-Stiftung Sepp Herberger), Carmen Höfflin (Botschafterin von Global United FC) und Roy Präger (Verantwortlicher der Krzysztof Nowak Stiftung) sowie dem Vertreter der Deutschen Postcode Lotterie, Patrick Gorzelanczyk, und Ralf Bußmann vom Vorjahres-Preisträger FC Eintracht Rheine.
Die ehemalige Bundesliga-Spielerin Carmen Höfflin kommt aus Südbaden und lief viele Jahre für den SC Freiburg auf. Die ‚Fußballnetzwerkerin‘ stellt heraus: „Der Fußball hat eine besondere Kraft, die Menschen zusammenbringt und Brücken zu gesellschaftlichen Themen baut. Unsere Preisträger sind dafür erstklassige Beispiele und auch Motivation, sich gesellschaftlich zu engagieren!“
Fotos: Carsten Kobow



