WM-Aktionswochen mit dem SBFV-Mädchenmobil
Die Aktionswochen des Mädchenmobils im Rahmen der WM waren ein großer Erfolg und ermöglichten zahlreichen Mädchen einen ersten, geschützten Zugang zum Fußball. Insgesamt wurden neun Schulen besucht, verteilt über mehrere SBFV‑Bezirke:
In Baden‑Baden standen Neusatz und Steinmauern auf dem Programm, im Bezirk Freiburg die Schulen in Umkirch und Ebnet. Im Schwarzwald machte das Mädchenmobil Halt in Neusatz ob Eck, Bonndorf und Schönwald, während am Bodensee Pfullendorf und am Hochrhein Kandern besucht wurden.
Über den gesamten Zeitraum legte das Mädchenmobil 1256 Kilometer zurück und erreichte 235 Mädchen, die mit großer Neugier und Offenheit teilnahmen. Viele von ihnen hatten zuvor kaum Berührungspunkte mit dem Fußball, weshalb die Einheiten einen besonders wertvollen Einstieg boten. Die verlängerte Besuchszeit von 180 Minuten – im Gegensatz zu den üblichen 90 Minuten – ermöglichte es, den Mädchen deutlich mehr Raum zum Ausprobieren zu geben. Nach einer gemeinsamen Aufwärmphase, in der die Mädchen den Umgang mit dem Ball kennenlernten, folgten mehrere spielerische Übungen und kleine Wettbewerbe. Ein Fußball‑Quiz sorgte für Abwechslung und Wissensimpulse, bevor die Einheit mit einer Mini‑WM ihren Höhepunkt erreichte. Die bereitgestellten Materialien, darunter zwei Mini‑Bazooka‑Tore, 15 Bälle sowie eine Tasche mit Trainings- und Schulmaterialien, ermöglicht den Lehrkräften eine vielseitige Gestaltung und Ideen für ihre folgenden Unterrichtsstunden.
Die Rückmeldungen der Mädchen und Lehrkräfte waren durchweg positiv. Viele Mädchen berichteten, dass sie sich durch die reine Mädchengruppe deutlich mehr trauten und sich wohler fühlten. Für einige war es das erste Mal, dass sie einen Ball bewusst am Fuß führten. Die Begeisterung war spürbar. Lehrkräfte betonten, dass die WM-Aktion nicht nur Spaß gemacht habe, sondern auch nachhaltig wirke: Sie seien überzeugt, dass die Mädchen künftig häufiger im Sportunterricht oder in den Pausen selbstständig zum Ball greifen und gemeinsam spielen werden. Besonders eindrücklich war die Rückmeldung vieler Teilnehmerinnen, dass Fußball ihnen großen Spaß mache und sie sich vorstellen könnten, in einem Verein weiter zu üben.
Aus Sicht des SBFV zeigte die Aktionswoche eindrucksvoll, wie wertvoll zusätzliche Zeit und ein geschützter Rahmen für den Einstieg in den Fußball sind. Die Mädchen konnten sich intensiv mit dem Ball vertraut machen, entwickelten spürbar mehr Selbstvertrauen und steigerten ihren Spaßfaktor von Minute zu Minute. Jede Teilnehmerin blieb bis zum Ende motiviert dabei. Die positiven Rückmeldungen bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung zukünftiger Formate und zeigen, wie wirkungsvoll mobile Aktionen an Schulen sein können, um Mädchen langfristig für den Fußball zu begeistern.
